25. Nov.: Zoom Lesung „Crash Island“ mit bulgarischer Autorin Ina Vultchanova

Am 25.11.2020 um 19 Uhr stellen wir gemeinsam mit dem Berliner eta Verlag die Neuerscheinung „Crash Island“ vor.

https://us02web.zoom.us/j/86141622944?pwd=VEFOdXNoc2FrdDhIalAySVArQ0gyUT09 

Meeting-ID: 861 4162 2944 Kenncode: 484903  

Der Roman der bulgarischen Autorin Ina Vultchanova wurde 2017 mit dem Preis der Europäischen Union ausgezeichnet. Elvira Bormann-Nassonowa übersetze „Crash Island“ ins Deutsche. Die Autorin und die Übersetzerin sprechen über das Buch und lesen gemeinsam mit der Moderatorin Henrike Schmidt via Zoom.

In Crash-Island geht es um zwei Frauen, die unabhängig voneinander ihre Geschichte erzählen. Sie kennen sich kaum, doch zwischen ihnen besteht eine magische Verbindung: Die eine, frisch gebackene Astrologin per Selbststudium, liest aus den Sternen, dass der Anderen ein Zusammenbruch, ein Krach bevorsteht. Jede der beiden kennt nur ihren Teil der Geschichte, und die erzählten Puzzleteile – zwei persönliche Universen, gleichzeitig so unterschiedlich und einander so ähnlich – müssen vom Leser zu einem Ganzen zusammengefügt werden.

Ob der vorausgesagte „Crash“ eintrifft, erfährt die Leserin auf der überraschenden letzten Seite des Romans.

Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit (p)ostkarte(ll). verein für angewandte kulturforschung e.v., Südosteuropa-Gesellschaft Zweigstelle Hamburg e.V., Deutsch-Bulgarische Gesellschaft Hamburg e.V. und Bulgarische Sprache und Kultur in Berlin e.V.

Dieses Projekt wird aus Mitteln der Stadtteilkultur des Bezirkes Altona gefördert und durch das Programm Kreatives Europa der Europäischen Union kofinanziert. 

11. Nov.: Lapidarium. Lesung und Performance mit Gaby Bergmann / Georgi Gospodinov (Berlin)

Lapidarium. Natürlicher Hypertext

Lapidarium, Gaby Bergmann 2017

Lesung und Bildperformance mit Gaby Bergmann und Georgi Gospodinov Montag, 11. November 2019
19.00 bis 20.30
Deutsch/Bulgarisch
Lettrétage e. V.
Mehringdamm 61, 10961 Berlin
10965 Berlin
Moderation: Henrike Schmidt
Eintritt: 8 €, ermäßigt 5 €

In Kürze. Lapidarium ist Vita in Versen. Lapidarium ist poetische Auseinandersetzung mit den Ordnungssystemen, in die wir die Welt verpacken – und doch voll prallen Lebens. Lapidarium, erschienen 1992, ist der erste Gedichtband des heute weltliterarisch rezipierten bulgarischen Autors Georgi Gospodinov. Sein ‚lapidares’ Denk- und Schreibsystem weitet Gospodinov seit nunmehr zwei Dekaden zu einem natürlichen Hypertext aus. Die Motive – Stein, Kreuz, Pflanze, Insekt – verlinken sich zu immer neuen Bedeutungen.

Die Hamburger Künstlerin Gaby Bergmann widmet sich seit vielen Jahren der visuellen Exploration dieses poetischen Verweissystems. Die Künstlerin operiert mit den Bildern und Metaphern der Gedichte. In Schriftbildern präpariert sie die Textur der Gedichte heraus, ritzt und meißelt ins Papier, schichtet lateinisches und kyrillisches Alphabet.

Im Rahmen der Lesung treffen Wort und Werk, Klang und Bild, Künstlerin und Autor (gegenwärtig Fellow am Berliner Wissenschaftskolleg) aufeinander.

In Kooperation mit dem eta Verlag Berlin.

Mehr zum Buch: Lapidarium ist im Jahr 2017 im Berliner eta Verlag in deutscher Übertragung (Henrike Schmidt) und visueller Übersetzung (Gaby Bergmann) erschienen. In knapp 50 lapidaren Gedichtminiaturen stellt der Autor Stationen menschlichen Lebens und Liebens aus, zwischen Plattenbausiedlung und Dorffriedhof, Tomatensoße und liebem Gott, Geburt und Tod. Darunter eingestreut sind kurze naturphilosophische Skizzen.

Mehr zum Autor: Georgi Gospodinov schreibt Lyrik, Romane, Kurzgeschichten und Essays, Theaterstücke und Opern-Libretti. Er greift auf unterschiedlichste Erzählverfahren zurück, zwischen labyrinthischer Desorientierung und zyklischer Geschlossenheit. Sein erster weltliterarischer Erfolg Natürlicher Roman (Estestven roman, 1999; dt. Übersetzung 2007) ist aus der Perspektives eines Fliegenauges geschrieben; der vielfach prämierte Roman Physik der Schwermut (Fizika na tygata, 2011; dt. Übersetzung 2014) labyrinthisch gebaut. Gospodinov ist aktuell Fellow am Berliner Wissenschaftskolleg und arbeitet dort an einem neuen Roman über die Bedeutung individueller und kollektiver Ängste.

Mehr zur Künstlerin: Gaby Bergmann ist gelernte Druckvorlagenherstellerin (Fachrichtung Lithografie) und Erzieherin. Es folgte ein Studium im Fach Kommunikationsdesign und Illustration in Hamburg. Seither ist sie als Künstlerin tätig und in zahlreichen Ausstellungen vertreten. Zusätzlich arbeitet sie seit dem Jahr 2000 selbständig in den Bereichen Grafik und Print. Neben ihrer Selbständigkeit doziert sie in den Fächern experimentelle Illustration und Siebdruck an verschiedenen Hamburger Akademien. Der Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit ist im weitesten Sinne die Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung. Dabei geht um die Umsetzung immer neuer Bereiche und der Entwicklung einer Bildersprache.

2./3. Nov.: Lesungen „Parteipalast“ von Georgi Tenev in Hamburg und Berlin

Anlässlich der Neuerscheinung des Romans Parteipalast von Georgi Tenev – bulgarischer Schriftsteller und Publizist (*1969) – in deutscher Übersetzung von Elvira Bormann-Nassonowa, laden der eta Verlag und (p)ostkartell zu folgenden Lesungen ein:

Hamburg
2.11.2018 um 19 Uhr
Café du Port
Hein-Hoyer-Str. 56 (Sankt Pauli)
20359 Hamburg
http://cafe-du-port.de

Eintritt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro

Berlin
3.11.2018 um 20 Uhr
eta Verlag
Schönhauser Allee 26
10435 Berlin

Eintritt frei

Der Autor und die Übersetzerin sind anwesend.

Sprache: bulgarisch-deutsch mit Konsekutiv-Übersetzung
Moderation in Hamburg und Berlin: Henrike Schmidt

Die Lesungen stellen einen spannenden bulgarischen Autor vor, dessen historisch-politischer Roman in unterhaltsamer und gleichzeitig anspruchsvoller Form in die bulgarische Zeitgeschichte einführt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion über die bulgarische Kultur und Gesellschaft des Postsozialismus und die Bedeutung der Geschichte für die heutige Gesellschaft.

Zum Autor: Georgi Tenev ist Dramaturg, Literat und Publizist. Er verfasst Romane, Erzählungen sowie Theaterstücke und moderiert populäre Kultur-TV-Programme im bulgarischen Fernsehen. In seinen Werken beschäftigt er sich mit Themen der posttotalitären Gesellschaften, dem Zusammenbruch der gesellschaftlichen Utopien in der Ära des Postsozialismus, Fragen des kollektiven Erinnerns – und Vergessens – angesichts der historischen Katastrophen der europäischen und bulgarischen Geschichte. In seinen aktuellen Werken befasst er sich mit ökologischen Themen. Seine Bücher sind ins Deutsche, Englische und Spanische übersetzt. Der Roman Parteipalast (Partien dom) wurde 2007 von der Literaturstiftung Vik als bester bulgarischer Roman des Jahres gewürdigt.

Zum Roman: Parteipalast (Sofia: Altera, 2006) ist ein Roman für alle, die sich für die Geschichte Bulgariens im 20. Jahrhundert sowie allgemein für das Phänomen des Totalitarismus in der europäischen Geschichte – und seine Überwindung – interessieren. Seine Handlung entfaltet sich in den 1980er und 1990er Jahre, der Zeit der Wende, aber auch der Katastrophe von Tschernobyl.

Der Titel gebende Parteipalast, Sitz des Zentralkomitees der Bulgarischen Kommunistischen Partei, ist Ort der Handlung und Metapher für die Konzentration der Macht und des Geldes in den Händen der Parteieliten, die verzweifelt versuchen, ihre Herrschaft und ihre Privilegien in die neue Zeit zu retten. Der Held der Erzählung verstrickt sich aus Liebe zur Tochter eines Partei-Granden in die dubiosen finanziellen und politischen Machenschaften der (ex)kommunistischen Funktionäre. Auf einmal steht er im Mittelpunkt der politischen Dynamiken und vor zahlreichen moralischen Dilemmata und Entscheidungen.

Georgi Tenevs bulgarischer Roman Parteipalast über das Ende des Kommunismus spielt in weiten Teilen auf Hamburger Terrain. Hier unterzieht sich ein kommunistischer Ex-Funktionär einer finalen Krebsbehandlung, an Alster und Elbe sollen die von ihm hinterzogenen Parteigelder in buchstäblich letzter Sekunde reingewaschen werden. Hier irrt der Erzähler auf der Suche nach Rettung vor der Wahrheit über die Reeperbahn und durch Sankt Pauli. Keine Frage, dieser Roman muss in seiner deutschen Erstübersetzung auch in der Hansestadt vorgestellt werden!

In Kooperation mit Bulgarische Sprache und Kultur in Berlin e.V., Deutsch-Bulgarische Gesellschaft Hamburg e.V., Deutsch-Bulgarische Gesellschaft Leipzig e.V., Institut für Slawistik und Hungarologie der Humboldt-Universität zu Berlin, Südosteuropa-Gesellschaft e.V., Zweigstelle Hamburg und (p)ostkartell. verein für angewandte kulturforschung e.v.

Einladung als PDF.

 

 

12. April: Illustration und Lyrik zum Anthropozän, Hebebühne Hamburg

 

Die Welt spult sich zurück auf Anfang.
Illustration und Lyrik zum Anthropozän

Ausstellung und Lesung
12. April 2018, 19.30
Hebebühne Altona
Barner Straße 30 (Hinterhof)
22765 Hamburg-Altona (http://die-hebebuehne.com)
Eintritt frei

Am 12. April 2018 findet unter dem Motto „Anthropozän“ (das Zeitalter der Menschen) eine Lesung und Ausstellung für Lyrik- und Kunstbegeisterte statt. Die Texte werden auf Deutsch und in slavischen Sprachen rezitiert. Parallel dazu gibt es experimentelle Illustrationen zum Thema zu bewundern, als Multimedia-Projektion und traditionell an der Wand.

Die Lesung und die dazugehörige Ausstellung von Illustrationen in der Hebebühne Altona am 12. April 2018 wird ein Event, bei dem es um das gemeinsame Erleben, Nachdenken und Diskutieren gehen soll. Bei dem man den erfrischenden, aber auch ernüchternden Metaphern zum Anthropozän zuhören und nachspüren kann. Unter dem Anthropozän versteht man unser heutiges Zeitalter, das Zeitalter der Menschen, in dem wir unsere natürliche Umwelt verändern und auf der Erde unsere sowohl positiven als auch meist negativen Spuren hinterlassen. Wie verändert der Mensch die Erde? Haben wir Smartphone-Menschen überhaupt noch einen Draht zur uns umgebenden Natur? Wird die Welt uns überleben? An diesem Abend werden auf diese Fragen künstlerische und literarische Antworten gegeben.

Die  Veranstaltung wird organisiert von Studierenden des Instituts für Slavistik der Universität Hamburg und der HTK Hamburger Technische Kunstschule (im Fach Experimentelle Illustration). In Zusammenarbeit mit (p)ostkartell. verein für angewandte kulturforschung e.v. und Tonolux. Raum für Stimm- und Sprechtraining. Gefördert im Rahmen des Innovationsfond Studium und Lehre Fachbereich Sprachen Literaturen Medien II der Universität Hamburg.

Einladung als PDF: einladung_lesung_anthropozän

4. Dez.: Übersetzerpreis für „Wir Mansardenmenschen“!

 

Wir freuen uns riesig: Ivan Landzhevs Gedichtband „Wir Mansardenmenschen“ / „Nie spored mansardata“ haben wir hier in Hamburg in vielen Veranstaltungen und Ausstellungen zu Gast haben dürfen. Im Frühjahr 2017 ist das Buch im mutigen Berliner eta Verlag im Druck erschienen. Und nun hat es in der Übersetzung von Henrike Schmidt und Martin Savov einen der Hamburger Förderpreise für Übersetzungen erhalten. Yeah!

Die Preisverleihung ist am Montag
4. Dezember, 19.30
im Literaturhaus Hamburg
Schwanewik 38.
19.30.

Der Eintritt ist frei.

Wir danken allen, die in den vergangenen Jahren mit uns an den „Mansardenmenschen“ gearbeitet haben: Gaby Bergmann und Studierende des Kurses „Experimentelle Illustration“, HTK. Hamburger Technische Kunstschule, greskewitz kleinitz Galerie, Deutsch-Bulgarische Gesellschaft e.V., Eva Profosouvá und die Pony Bar!

19. Okt.: Lesung mit Ivan Landzhev „Wir Mansardenmenschen“

 

Unsere natürliche Neigung zu fallen
Ist schöner als die guten Absichten in uns

Wir Mansardenmenschen
Lesung und Buchvorstellung mit dem Dichter Ivan Landzhev (Sofia, Bulgarien)

deutsch-bulgarisch

19. Oktober 2017, 19.00

Im Gespräch mit den Übersetzer*innen Henrike Schmidt und Martin Savov
Moderation: Eva Profousová

Eintritt frei

Ort: PONY BAR
Allende Platz 1, 20146 Hamburg
(Nähe Uni und Abaton Kino)

In Zusammenarbeit mit eta Verlag Berlin

Einladung als PDF

 

18. Nov.: Wir feiern 5 Jahre (p)ostkartell und 100 Jahre DADA

 

Freitag, 18. November 2016, ab 19.00 
im Rahmen des Bergfests der Kulturetage Altona!
Lesung 20.30

Es lesen und performen: der russische Neo-Avantgardist und Dada-Experte Sergej Birjukov und der Hamburger Autor, Kasachstan-, Kroatien- und Russland-Reisende Sascha Preiß (tbc).

Jana Falkenroth zeigt photographische Arbeiten kroatischer Industrie-Ruinen, Gaby Bergmann ihre visuellen Interpretationen von Gedichten Sergej Birjukovs.

Im Rahmen der Bergfests der Kulturetage gibt es darüber hinaus noch die Gemeinschaftsausstellung zu bewundern und einiges mehr …

Und dann wollen wir natürlich die Gläser heben auf fünf Jahre (p)ostkartell, auf uns und auf Euch, die Ihr uns in den vergangenen Jahren begleitet und unterstützt habt!

Kommt alle! Wir freuen uns auf Euch!

keta_bergfest

bücherkiste

Buch-Tipp zum Hier-Lesen

In unserer Bücherkiste im Café Makerhub in der Kulturetage stellen wir aktuelle Literatur aus dem östlichen Europa vor.

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gefundene fressen

Eine kulinarische Lese-Collage
Zum Hieronymustag, dem alljährlichen Feiertag der Übersetzer
30. September 2013, 20.00

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